Apfel, Nuß und Mandelkern: Zwischen Gemütlichkeit und Geschäftigkeit #apfelnussmandelkern

[Wibke Lad­wig] Meine Güte, wie rasch das Jahr voran­schre­itet! Schon haben wir Novem­ber. Ich stehe vorm Klei­der­schrank und räume warme Wollpullover, Schals und Hand­schuhe nach oben. So lange scheint es mir noch gar nicht her zu sein, dass ich beim zufäl­li­gen Berühren der wol­lenen Socken im Hochsom­mer regel­recht angeekelt zusam­men­zuckte. Nun knete ich sie selig in Händen.

Foto: Wibke Ladwig

Foto: Wibke Ladwig

Und auch wenn es draußen unwirtlich wird und die Aus­sicht auf die lan­gen Win­ter­monate mich wehmütig machen, mag ich ihn doch gern, diesen Rück­zug nach drin­nen. Zuhause sein bekommt wieder eine andere Bedeu­tung. Ich krame nach Rezepten für Tees, heiße Schoko­lade und Glüh­wein. Es gibt Saisongemüse, auf das ich mich das ganze Jahr über freue: Kür­bis, frisch geern­tete Wal­nüsse oder Grünkohl. Wenn es früh dunkel wird, bleibt Zeit, um Brot zu backen. 

Das alles ist umso schöner, wenn man zuweilen bei Wind und Wet­ter raus­geht und sich die Herb­stluft um die Nase wehen lässt. Blät­ter fliegen. Hier und da kann man noch Bucheck­ern naschen. Die Hage­but­ten leuchten rot und warten darauf, nach dem ersten Frost geern­tet zu wer­den. Bei Son­nen­schein leuchten die Far­ben des Herb­stes umso mehr, das Novem­ber­grau hinge­gen lässt die Welt nur mehr schemen­haft erkennen.

Foto: Wibke Ladwig

Foto: Wibke Ladwig

Gedanken an Wei­h­nachten kom­men auf. Wie in jedem Jahr nehme ich mir vor, die Adventszeit zu genießen — und nicht wieder hek­tisch auf die Feiertage zuzus­tolpern, am 20. noch rasch ein paar Geschenke zu kaufen und Heili­ga­bend erschöpft unter den Wei­h­nachts­baum zu kippen.

Passend zu all diesen Gedanken hat mir meine Kol­le­gin Wenke bei garten2null ein Blogstöckchen zuge­wor­fen: Apfel, Nuß und Mandelkern. 

Ein Blogstöckchen ist ein kleiner Fra­genkat­a­log oder ein Thema, das sich jeder nehmen darf oder auch gezielt jeman­dem hinge­wor­fen wird. Diese Fra­gen habe ich bekommen:

  • wie gestal­ten Sie das Jahresende?
  • welche lusti­gen Geschichten haben Sie zu Advent, Wei­h­nachten oder Sil­vester erlebt?
  • was bedeutet Ihnen der Novem­ber oder der Dezember?
  • was verbinden Sie mit der Lichterzeit?
  • auf was freuen Sie sich jetzt besonders?
  • was nervt Sie jetzt mehr als im übri­gen Jahr?
  • wie gestal­ten Sie Ihren Garten, Ihr Haus oder Ihre Woh­nung? (gerne sehen wir uns Fotos, Fotos, Fotos an)
  • welche Bücher lesen Sie jetzt oder haben sich vorgenom­men zu lesen?
  • und die Frage aller Fra­gen: kaufen Sie jetzt schon Wei­h­nachts­geschenke ein?

Wohlan!

  • wie gestal­ten Sie das Jahresende?

Hm, damit ist ver­mut­lich jetzt nicht Sil­vester gemeint, oder? Oder doch? Seit­dem ich selb­st­ständig bin, ver­suche ich, wenig­stens zwei Wochen über das Jahre­sende so etwas wie Ferien zu haben. In der Zeit arbeiten glück­licher­weise nur wenige meiner Kun­den. Und wegen der vie­len Feiertage lässt sich das in der Regel ganz gut ein­richten. Ich mag es, wenn ich am Jahre­sende ein wenig innehal­ten und auf das ver­gan­gene Jahr zurück­blicken kann.

  • welche lusti­gen Geschichten haben Sie zu Advent, Wei­h­nachten oder Sil­vester erlebt?

Ich habe mal das Christkind gese­hen. Ehrlich! Nun gut, inzwis­chen habe ich begrif­fen, dass es wohl meine Mut­ter im Nachthemd war, die ich durchs Schlüs­sel­loch erspäht habe. Ich war noch recht klein und kon­nte meine Neugier nicht bezäh­men. Zwei, drei Tage vorm Fest war das Wohnz­im­mer Sper­rzone (also ver­schlossen). Am Vor­abend von Heili­ga­bend bin ich zur Flurtür gepirscht, weil ich ein Geräusch gehört hatte. Die war abgeschlossen! Durchs Schlüs­sel­loch kon­nte ich nur erken­nen, dass die Wohnz­im­mertür hal­bof­fen war, die Lichter am Wei­h­nachts­baum leuchteten schon und ich sah … ja, das Christkind. Mit klopfen­dem Herzen bin ich zurück in mein Bett ger­annt und habe nie­man­dem etwas davon erzählt. Wer weiß, wie nach­tra­gend das Christkind ist.

  • was bedeutet Ihnen der Novem­ber oder der Dezember?

Mit Novem­ber verbinde ich vor allem Sankt Mar­tin. Das war während meiner Kind­heit immer ein Höhep­unkt des Jahres. Nun wohnte ich auf dem Dorf, das auch noch auf einer Hügelkuppe lag. Gefühlt immer war es windig. Es war daher immer sehr span­nend, wer es schaffte, mit seiner Lat­erne wieder heimzukom­men, ohne dass sie abge­brannt war. Damals gab es als Beleuch­tung nur Kerzen. Die Süßigkeiten waren mir eher gle­ichgültig. Die Lieder hinge­gen sitzen noch immer, auch wenn ich schon damals keinen einzi­gen Ton hal­ten konnte.

  • was verbinden Sie mit der Lichterzeit?

Den Begriff kenne ich gar nicht. Spon­tan muss ich an das Lichter­fest denken, an dem ich während meiner Stu­den­ten­zeit in Bonn teilgenom­men habe. Es gab eine Lucia mit Lichterkranz, rot bemützte Tomten (Wich­tel), einen Walzer um den Christ­baum — und einen sehr großen Topf mit Glögg, schwedis­chem Glüh­wein mit Man­deln — und ordentlich “Umdrehungen”.

  • auf was freuen Sie sich jetzt besonders?

Ich freue mich wie in jedem Jahr sehr darauf, einen Wei­h­nachts­baum zu kaufen und ihn bei einem Glas Rotwein und kitschiger Wei­h­nachtsmusik genüsslich zu schmücken. Das finde ich ein­fach herrlich!

  • was nervt Sie jetzt mehr als im übri­gen Jahr?

Es gibt nichts, was mich mehr ner­ven würde als sonst. Die frühzeitig in den Super­märk­ten aufge­fahre­nen Saison­süßigkeiten kann ich gut ignori­eren, weil ich Süßes ohne­hin nicht sehr mag. Wie in jedem Jahr fühle ich mich durch die dröh­nende Wer­bung belästigt, die alles Schöne, was diese Zeit des Jahres haben kann, nehmen und der­maßen aus­lutschen, dass man keinen Adventskalen­der, kein Wei­h­nacht­slied und keinen Niko­laus mehr sehen kann, ohne zusammenzucken.

  • wie gestal­ten Sie Ihren Garten, Ihr Haus oder Ihre Woh­nung? (gerne sehen wir uns Fotos, Fotos, Fotos an)

Viel zu sehen gibt es (noch) nicht. Reiche ich gern nach.

  • welche Bücher lesen Sie jetzt oder haben sich vorgenom­men zu lesen?

Wie beinahe in jedem Jahr lese ich Dick­ens Wei­h­nachts­geschichte — und natür­lich gehört auch die Ver­fil­mung der Wei­h­nachts­geschichte mit den Mup­pets und Michael Caine dazu. Außer­dem werde ich jetzt mal in Ruhe Das Brot­back­buch dur­char­beiten und einige Rezepte nach­backen, und in Britta Fre­i­ths Buch über die Land­frauen lesen.

  • und die Frage aller Fra­gen: kaufen Sie jetzt schon Wei­h­nachts­geschenke ein?

Ich nehme es mir, wie in jedem Jahr, vor — und hechte dann oft in den let­zten Tagen vor Wei­h­nachten wie alle anderen durch die Läden.

Wer mag, darf sich das Blogstöckchen gern schnap­pen und die Fra­gen bei sich im Blog aus­füllen. Wer kein Blog hat, das Blogstöckchen aber den­noch gern beant­worten möchte, kann das gern als Gast hier im Blog machen. Schreibt ein­fach einen Kom­men­tar unter diesen Beitrag mit Eurer Mailadresse und wir regeln das.

Es gibt einen Hash­tag fürs Blogstöckchen: #apfelnussmandelkern

Nun werfe ich das Blogstöckchen Heike Pohl, Ste­fanie Bam­berg, Monika Geißler und Luise Schit­tek zu!

Foto: Wibke Ladwig

Foto: Wibke Ladwig

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...
Share