Landfrauen und ihre Nutzgärten (11): Bauersfrau und Dekoqueen

Für ihr Buch über Land­frauen–Gärten “Hin­term Stall die Blu­men” ist unsere Autorin Britta Fre­ith ein­mal von Nord nach Süd gereist, um viele ver­schiedene Höfe zu besuchen. Hier lässt sie uns schon ein­mal ihre Erleb­nisse schnup­pern. Das Buch ist Anfang Juli erschienen!

Bauers­frau und Dekoqueen

Bäuerin und Land­frau zu sein heißt, einen sehr umfan­gre­ichen Job zu haben. Viele der Frauen in meinem Buch haben im Grunde sogar mehrere Jobs, von der Sekretärin bis zur Gärt­nerin. Sie müssen in der Buch­hal­tung genau so fit sein wie im Pflanzen­bau. Bäck­erin­nen, Schnei­derin­nen, Erzieherin­nen, Handw­erk­erin­nen, alles dabei. Leni Kühn aus dem bayrischen Aidling wäre in einem Großs­tadtleben vielle­icht Redak­teurin einer Frauen– oder Garten­zeitschrift. Bis ich sie besucht habe, hat sie das nur nicht gewusst.

Aber wenn ich über­lege, was für wun­der­bare Dinge sie mal eben neben­bei pro­duziert, vom Hage­but­ten­herz bis zum Klet­zen­brot, bin ich mir völ­lig sicher, dass viele Deko-Redaktionen sie gern in ihrem Team hätten.

Man muss nur mal durch ihren Garten und ihr Haus gehen: Da hängt hier ein Kranz, dort steht beiläu­fig ein schönes Gefäß mit getrock­neten Früchten oder ein Teller mit frischem Gebäck. Auf der Decke ist Blü­ten­druck, die Blu­men in der Vase sehen aus, als hätte ein Innenausstat­ter sie arrang­iert. Ist aber nicht so. Genom­men, gemacht, mal eben neben­bei, es passt schon. Leni Kühn kam aus dem Lachen gar nicht mehr her­aus, als ich das alles fotografieren und arrang­ieren wollte.

© Britta Fre­ith, BUMMEDIA (www.bummedia.de)

Natür­lich macht sie diese kleinen Schön­heiten neben­bei, viel Zeit dür­fen sie nicht kosten. Schließlich müssen die Tiere ver­sorgt und der Acker bestellt wer­den. Das Brot backt sie selbst, das Sauer­kraut stampft sie ein, die Tomaten zieht sie groß. So weit wie möglich ver­suchen sie und ihr Mann sich selbst zu ver­sor­gen. Das ist ganz viel Arbeit. Doch dabei bleibt der Sinn fürs Hüb­sche im All­tag eben nicht auf der Strecke.

Ich habe mir also bei meinem Besuch einige dieser Dinge genom­men und zusam­men mit Leni Kühn vor meine Kam­era gepackt. Das ging schnell und sieht gut aus ohne kitschig zu sein: Hier haben wir Trockenobst, Trock­en­blu­men und ein paar Bir­nen vom Juni­fall in einem Kör­bchen arrang­iert. Der Kranz dahin­ter ist aus Moos, gespickt mit den noch grü­nen Früchten der Lampionblume.

Ein paar Lilien­blät­ter drumherumgestreut, eine Kerze daneben: So wird es ein Geburt­stagstis­chen im Garten – oder doch ein Altar? Ganz wie man möchte. Haupt­sache es macht Spaß und geht leicht von der Hand.

Die näch­sten Fol­gen über Land­frauen und ihre Nutzgärten erscheinen jew­eils samstags. 

Das Blog von Britta Fre­ith:  freith.de/stimme
Britta Fre­ith bei Face­book:  facebook.com/BrittaFreithAutorin

Ken­nen Sie schon den wun­der­vollen Trailer zum Buch?

Das Buch von Britta Fre­ith erscheint Anfang Juli im Ulmer Ver­lag:

Hin­term Stall die Blu­men. Land­frauen und ihre Gärten. Britta Fre­ith. 2013. 192 S., 225 Farb­fo­tos, geb. mit SU. ISBN 978–3-8001–7894-0. € 29,90; Erscheint voraus­sichtlich am 04.07.2013

Hier geht’s zur Bestel­lung.

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