So schmeckt der Frühling: Wissenswertes über Bärlauch

Der mehrjährige Bär­lauch (Allium ursinum) ist eines der beliebtesten Wild­kräuter. Die jun­gen, nach Knoblauch duf­ten­den Blät­ter bere­ich­ern die Früh­jahrsküche. Nach der Blüte ziehen sich die Kräfte in die Zwiebel zurück, um im näch­sten Früh­jahr wieder auszutreiben. 

Stan­dort und Pflege:
Bär­lauch wächst in der freien Natur haupt­säch­lich in Auwäldern, Laub– und Mis­chwäldern, Parkan­la­gen sowie im Gebüsch.

Halb­schat­tige, humus­re­iche Stan­dorte und eine gute Feuchtigkeitsver­sorgung garantieren gesun­den Aufwuchs. Bär­lauch liebt lockere, tief­gründige Böden. Sehr robust und pflegele­icht, bre­itet sich boden­deck­end am Gehölzrand aus.

Ernte und Trock­nung:
Vor­sicht beim Sam­meln von Bär­lauch in freier Natur: Die Blät­ter ähneln denen von Maiglöckchen und Herb­stzeit­losen. Und diese Pflanzen sind giftig.

Wie man Bär­lauch von den gifti­gen Dop­pel­gängern unter­schei­den kann, ist im Blog von Exper­i­ment Selb­stver­sorgung sehr anschaulich beschrieben: Bär­lauch, Maiglöckchen oder Herb­stzeit­lose? Einige wichtige Unterscheidungsmerkmale…

Die Blät­ter wer­den von März bis Anfang Mai vor der Blüte geern­tet, nach Blüh­be­ginn nimmt der Gehalt an Wirk­stof­fen ab. Ver­ar­beiten Sie Bär­lauch möglichst frisch, in Öl als Pesto, oder kon­servieren Sie die Blät­ter in Alko­hol (Tin­k­tur) und Essig. Um Aromen beim Trock­nen zu bewahren, ist schnelle kün­stliche Trock­nung nötig.

Die Blät­ter lassen sich frisch geern­tet wie Schnit­t­lauch ver­wen­den oder als Gemüse zubere­iten. Gesun­des Früh­lings­grün für Ihren Speise­plan! Geheimtipp aus der Landfreude-Redaktion: Bär­lauch schmeckt sehr gut in Kom­bi­na­tion mit Spargel!

Anwen­dung und Wirkung: 
Bär­lauch hilft bei Arte­riosklerose und Bluthochdruck, senkt den Cho­les­terin­spiegel und regt die Ver­dau­ung an. Durch seine antibak­terielle Wirkung sehr wirk­sam bei Darmin­fek­tio­nen. Frische Blät­ter als Würze, Blüten als Deko­ra­tion für Salate.

Ver­mehrung:
Als Kalt– und Dunkelkeimer wird Bär­lauch­samen im Herbst bre­itwür­fig aus­gesät, leicht mit Kom­post bedeckt und ange­drückt. Pflänzchen kön­nen dicht beisam­men ste­hen, Bär­lauch liebt den tep­pichar­ti­gen Stand.

Heilkräftige Ver­wandte:

  • Zwiebel (A. cepa) und Knoblauch (A. sativum) besitzen ähn­liche Heil­wirkun­gen. Beide lieben son­nige und etwas trock­enere, nährstof­färmere Standorte.
  • Schnit­t­lauch (A. schoeno­pra­sum), mehrjährig und win­ter­hart, steht gern im Halb­schat­ten, benötigt Boden­feuchtigkeit und nährstof­fre­iche Erde.

Buchempfehlung zum Thema aus dem Ulmer Ver­lag

Mein Heilpflanzen­garten. Gesunde Kräuter pflanzen, ern­ten und anwen­den. Rudi Beiser. 2012. 160 S., 159 Farb­fo­tos und –zeich­nun­gen, geb. ISBN 978–3-8001–7662-5. € 19,90

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