Vital mit der Frühjahrskur

Birkenblätter sind harntreibend, Quelle: Maja Dumat, pixelio.de

Birken­blät­ter sind harn­treibend, Quelle: Maja Dumat, pixelio.de

Sinn einer Früh­jahrskur ist es, „Schlacken“ auszuschei­den: Stof­fwech­sel­pro­dukte und Umweltschad­stoffe (Tox­ine). Abbaupro­dukte des Stof­fwech­sels, die nicht aus­geschieden wer­den, sind mit­beteiligt an Hauterkrankun­gen, Juck­reiz, über­mäßigem Schwitzen, Allergien und rheuma­tis­chen Erkrankun­gen. Deshalb wird eine Früh­jahrskur auch zur Aktivierung der Stof­fwech­sel– und Ent­gif­tungs­funk­tion bei rheuma­tis­chen Erkrankun­gen und Haut­lei­den durchge­führt.

Für das Auss­chei­den von Giften und Stof­fwech­se­lend­pro­duk­ten sind die Auss­chei­dung­sor­gane Niere, Leber und Darm zuständig, die durch eine Früh­jahrskur angeregt wer­den. Beispiel­sweise unter­stützt ein Leber­wickel die Ent­gif­tung enorm und tut richtig gut!

 

Der Begriff „Früh­jahrskur“ zeigt, dass es sich um eine begren­zte Zeit han­delt: min­destens drei bis max­i­mal zwölf Wochen. Frisch­pflanzen­säfte, stof­fwech­selfördernde Teekuren und Wild­kräuter gehören zu einer gelun­genen Kurzeit.

Power aus Pflanzensäften

Diese „Elix­iere“ aus Löwen­zahn, Brennnes­sel, Birke, Kartof­fel, Schwarzettich oder Bär­lauch kön­nen Sie selbst zubere­iten, aber genau­sogut im Reformhaus oder in der Apotheke besor­gen: Pro Woche benöti­gen Sie etwa eine Flasche. Die über­aus  wirkkräfti­gen, konzen­tri­erten, herb­bit­teren Säfte müssen immer verdünnt wer­den, und zwar im Ver­hält­nis 1:5, das heißt auf einen Ess­löf­fel Saft kom­men fünf Ess­löf­fel Wasser, Apfel­saft oder Buttermilch.

But­ter­milch eignet sich beson­ders gut, weil sie den teil­weisen her­ben Geschmack der Wild­kräuter bindet und durch ihren hohen Milch­säurege­halt zusät­zliche Heilkraft besitzt. Die Dosis wird langsam gesteigert, das heißt am Anfang eher weniger als zu viel. Begin­nen Sie mit zwei Ess­löf­feln Frischsaft pro Tag und steigern wöchentlich um einen Ess­löf­fel bis zur Tages­gabe von sechs Ess­löf­feln. Es kann zu Beginn einer Pflanzen­saftkur dur­chaus zu „uner­wün­schten Reak­tio­nen wie Durch­fall oder Kopf­schmerzen kom­men, die gemein­hin aber als Heil­reak­tion oder Reini­gung gew­ertet wer­den. Hal­ten die Beschw­er­den jedoch an, reduzieren sie die Dosis oder set­zen Sie ein bis zwei Tage mit den Säften aus.

Heil­same Teekuren

Stof­fwech­selfödernde Teemis­chun­gen regen den Stof­fwech­sel duch die in ihnen enthal­te­nen wirk­samen Heilpflanzen an. Darüber hin­aus helfen sie durch die Flüs­sigkeit­szu­fuhr, gelöste Gifte auch auszuschei­den. Zu einem Stof­fwech­sel­tee gehören:

  • harn­treibende Arzneipflanzen (Brennnes­sel, Birke, Löwen­zahn): Sie helfen, die gelösten Gifte auszuschei­den. Dazu soll­ten Sie zusät­zlich genü­gend trinken: Kohlen­säurearmes Min­er­al­wasser, dün­ner Kräuter­tee (1 EL Kraut/Liter Wasser), stark verdün­nte Frucht– und Gemüs­esäfte oder dünne Gemüsebrühe.
  • leber­wirk­same Arzneipflanzen (Artischocke, Mariendis­tel, Löwen­zahn): Sie unter­stützeen die „Ent­gif­tungszen­trale“ Leber.
  • ein mildes Abführmit­tel (Lein­samen, Sauer­kraut­saft, Bit­ter­stoffe): Das hilft, um Stoffe, die nicht über die Nieren und den Harn aus­geschieden wer­den, über den Stuhl auszuschei­den. Bei Ver­stop­fung bilden sich sonst beispiel­sweise Fäul­nis­bak­te­rien, die die Leber belasten.
  • zur besseren Verträglichkeit ein blähung­shem­mendes Mit­tel (Fenchelsamen).
  • Pflanzen mit Bit­ter­stof­fen (Löwen­zahn, Schaf­garbe, Weg­warte, Enz­ian, Wer­mut): Sie regen die Ver­dau­ungssäfte an und sor­gen so für eine opti­male Ver­dau­ung und besseren Stuhl­gang. Das ver­hin­dert Blähun­gen und Gärun­gen im Darm, regt die Galle an und unter­stützt die Leber­funk­tion. Die beleben­den Bit­ter­stoffe, seit Urzeiten als stim­mungsaufhel­len­des „Lebenselix­ier“ bekannt, sind im Früh­jahr beson­ders willkommen.
Gänseblümchen ergänzen hervorragend den Frühjahrskurtee, Quelle: Lilo Kapp, pixelio.de

Gänse­blüm­chen ergänzen her­vor­ra­gend den Früh­jahrskur­tee, Quelle: Lilo Kapp, pixelio.de

So bere­iten Sie Ihren Tee zu

Übergießen Sie 1 Teelöf­fel der fol­gen­den Kräuter­mis­chung mit 1 Tasse kochen­dem Wasser, lassen Sie 5–10 Minuten zugedeckt ziehen, gießen Sie ab und trinken Sie dreimal täglich 1 Tasse.

  • je 20 g Brennnessel-, Löwenzahn-, Gänse­blüm­chen-, Pfef­fer­minzblät­ter und Mariendistelsamen.
  • je 20 g Birken-, Brennnes­sel­blät­ter, Schafgarben-, Stiefmüt­terchenkraut und Fenchelsamen.
  • Alter­na­tive: Einzel­tees trinken, z. B. je drei Wochen Brennnes­sel­blät­ter, Birken­blät­ter, Löwen­zahnkraut und –wurzeln.

Zusät­zlich trinken Sie pro Tag etwa 2 Liter Flüssigkeit.

Quelle: Text ent­nom­men aus “Pröbstle/Teetz, Landlebenkalen­der 2011″

Buchempfehlung zum Thema aus dem Ulmer Ver­lag

Mit Ursel Bühring durchs Heilpflanzen­jahr. Gesund bleiben & wohlfühlen. Ursel Bühring. 2010. 120 S., 94 Farbf., 24 Zeichn., geb. ISBN 978–3-8001–5987-1. € 14,90

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